Eine neue Initiative der LISTE ist die Joinery. Einerseits ist sie ein Ort, an dem die Galerien Videos und Performances zeigen, welche die Möglichkeiten am Stand überschreiten und eine Erweiterung der Präsentation bedeuten. Andererseits ist sie ein Treffpunkt und Think Tank, der die aktuellsten Themen im Kunstdiskurs aufgreift. Für das Diskursprogramm wurde Spike Art Magazine als diesjähriger Sondergast eingeladen, zusätzlich zu ihrer Ausstellung im Druckwerk das Spike Forum mit der Gesprächsreihe „The Artist as X“ über neue künstlerische Strategien zu kuratieren.

Der Zugang zum Spike Forum ist kostenlos und für die Öffentlichkeit ohne ein LISTE Ticket zugänglich. Alle Gespräche werden auf Englisch gehalten.

Video- und Performanceprogramm der Galerien

Super Dakota
!Mediengruppe Bitnik (*1976 und *1979, leben beide in Berlin und Zürich), /Surveillance Chess/, 2012, Video, Ton, 7 min
Das Hacker-Duo re-evaluiert Überwachungslandschaften als Teil des öffentlichen Raumes kurz vor den Olympischen Spielen in London 2012. Durch die Manipulation von unverschlüsselten Verbindungen zwischen Überwachungskameras und Kontrollzentren ersetzt !Mediengruppe Bitnik das Echtzeitbild des Monitors mit einer persönlichen Einladung Schach zu spielen.

Sweetwater
Christopher Aque (*1987, lebt in New York), Idling, Super 8 Film übertragen als 4K Video, 2018, 14 min (Videoschleife)
Idling besteht aus vier aus der Hand gefilmten Aufnahmen von weißen Männern, die sich mit freien Oberkörpern nachmittags unter der Woche alleine in Brooklyns Prospect Park sonnen. Das wackelige Filmmaterial wurde mühsam, Einzelbild für Einzelbild, bearbeitet, um es vor einem schwarzen Hintergrund zu stabilisieren – ein zarter Ausdruck eines milden, wenn auch distanzierten, anonymen und voyeuristischen Verlangens.

Ermes – Ermes
Nick Bastis (*1985), Pedraza vs. Lomachenko (Camouflage Edit), 2019, Video, Ton, 59 min 45 s
In diesem sogenannten 'camouflage edit’ wird die Fernsehübertragung eines kürzlich erfolgten, bedeutenden Boxkampfes ähnlich manipuliert, wie es bei einer Umgehung von automatisierten Copyright-Detektoren üblich ist. Es werden Primärinformationen und Abstraktionen übereinandergelegt, die separat, aber parallel zueinander abspielen: (was gesehen wird) ∥ (was verstanden wird)
Es entsteht eine seltsame Pseudopräsenz zwischen dem Lesbaren und dem Nichtwahrgenommenen.

Ivan
Anca Benera & Arnold Estefan (*1977 und *1978, beide leben in Bukarest), No Shelter From the Storm, 2015, Video, Sound, 5 min 42 s
Die Künstler wandern durch eine abgeholzte osteuropäische Landschaft und pfeifen die Melodie von “Where have all the flowers gone”, einem populären Antikriegslied, das über mehrere Generationen hinweg immer wieder neu adaptiert wurde. Historisch gesehen galten in Kriegszeiten Wälder als Zufluchtsorte – die Künstler visualisieren die Kapitulation der Natur vor der gegenwärtigen, allumfassenden (Staats-)Gewalt.

Piktogram
Daniela und Linda Dostálková (*1979 und *1977, beide leben in Prag), Quality: Flexibility, 2016, HD Video, Ton, 3 min 25 s
"Freiheit, Mobilität, Individualismus, Selbstbestimmung", das ist die Definition des Soziologen Pascal Gielens von einem Automobil – eine private Spähre im öffentlichen Raum, in Bewegung mit hoher Geschwindigkeit. In diesem Video reagiert ein Schlangenmensch durch Bewegung auf den Raum eines luxuriösen Autos. Die Stimme im Begleitkommentar reflektiert den kontrollierten Prozess von Sprache außerhalb des sogenannten sicheren Raumes.

Company
Hayden Dunham (*1988, lebt in Los Angeles und New York), A New Bottom, 2019, Performance
Für Companys Stand hat Hayden Dunham eine erfahrbare Installation aus neuen kinetischen Skulpturen und Wandarbeiten entworfen. Die einzelnen Elemente fungieren auf harmonische Art und Weise als Nebenprodukt eines zentralen Systems, das aus Zeilen eines von der Künstlerin verfassten Gedichtes besteht. Dunham wird dieses Gedicht als Teil des Joinery Programms vorführen.

Galerie Noah Klink
Gerrit Frohne-Brinkmann und Paul Spengemann (*1990 und *1987, beide leben in Hamburg), Die Unzugänglichkeit der griechischen Antike und ihre Folgen, 2016, Video, Ton, 13 min 10 s
Dieser Kurzfilm, eine ihrer ersten gemeinschaftlichen Arbeiten, macht von der Szenerie einer berühmten, modernistischen Schule als neunten Akteur in der Narrative Gebrauch, und stellt die Interpretation einer klassischen Griechischen Tragödie dar. Durch den Kontrast von Architektur und Sprache wird die Spannung zwischen der Geburt von kreativen Individuen und neoliberalen Imperativen konfrontiert.

Lucas Hirsch
Dorota Gawęda and Eglė Kulbokaitė (*1986 und *1987, beide leben in Basel), YGRG 14X: Reading with a single hand, 2018, Video, Ton, 29 min 56 s
Das Video nimmt sich YOUNG GIRL READING GROUP (YGRG), das performative Projekt der beiden Künstlerinnen, als Ausgangspunkt. Die Erfahrung des gemeinsamen Lesens, die in den Bereich der Live-Performance und Selbstdokumentation übergeht, wird innerhalb des Films kontextualisiert; der Körper und dessen Umgebung wird auf diese Weise als ein Ort präsentiert, der sich durch ein aktives und kontinuierliches Zusammenspiel von Relationen definiert.

Arcadia Missa / Sandy Brown
Penny Goring (*1962, lebt in London), Monitor, 2014-15, Video, Ton, 17 min 58 s
2009 kaufte Goring ihren ersten Computer und begann damit Image Macros hochzuladen. Das Video ist eine Zusammenstellung von Gorings Doppelhelix-Dichtung, die – teils als fiktive Charakter, teils autobiografisch – für ihr NewHive Profil kreiert wurde.

Piedras
Monica Heller (*1975, lebt in Buenos Aires), OK.012/019, 2012–2019, Video, Ton, 37 min
OK.012/019 versammelt acht 3D und 2D Animationsvideoarbeiten. Durch die Adaption von Modellen und CGI Designs, die innerhalb spezifischer Gemeinschaften geteilt werden, untersucht Heller den Gebrauch von professioneller und laienhafter Software und erkundet das Videospiel in den Möglichkeiten sowie die kreativen Einschränkungen, die es bietet.

Sabot
Nona Inescu (*1991, lebt in Bukarest), Vestigial Structures, 2018, HD Video, Ton, 6 min 38 s
Vestigial Structures nimmt sich jene Steine als Ausgangspunkt, die fortwährend als Mysterium der Natur angesehen werden und durch ihre ungewöhnlichen Formen, Texturen, Größen sowie ihre Ähnlichkeit mit von menschlicher Hand gefertigten Objekten oder Fossilien als geologische Kuriosität betrachtet werden. Diese Steine verwandeln den geologischen und mythologischen Lauf der Zeit in dauerhafte ‘Portraits’.
Produziert mit Unterstützung von Frac des Pays de la Loire.

blank
Bronwyn Katz (*1993, lebt in Kapstadt und Johannesburg), Grond Herinnering, 2015, Video, Ton, 3 min 52 s
Katz’ 'Grond Herinnering' (2015) zeigt die Künstlerin während drei Performances: Tanzend, ein Kindheitsspiel mit Ziegeln nachspielend, sich ihre Füße mit Erde aus Nordkap , der Region, aus der sie kommt, waschend. Die 3-Kanal Videoarbeit wird von einer Audiospur begleitet, in der Katz einen von ihrer Großmutter in Afrikaans (Katz’ Muttersprache) verfassten Brief vorliest, der die Idee des Ortes als erlebte Erfahrung anklingen lässt.  

Sariev Contemporary
Vikenti Komitski (*1983, lebt in Berlin), Lucky Fetish, 2015, Video, Ton, 54 s
In einer einzelnen Einstellung und in weniger als einer Minute stoßen Weltgeschichte und Ökonomie zusammen. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes: Eine stilisierte Maneki-Neko, auch bekannt als Glückskatze, trifft die Wange einer Karl Marx Gipsbüste – eine unaufhörliche, visuelle und auditive Erinnerung an Dissonanz.  

Galerie Maria Bernheim
Miriam Laura Leonardi (*1985, lebt in Zurich), MAH00612-16, 2017, Video, 93 min
Seit 2013 erweitert Leonardi ihre Sammlung von Videos, in denen sie Frauen in zugangsbeschränkten Umgebungen (wie zum Beispiel Messen, Opern, Kasinos, VIP-Bereiche) verfolgt. Wenn Leonardi die Fremden in exklusiven Situationen filmt, erforscht sie die sozialen Regeln, die innerhalb dieser Räume herrschen, und erkundet wie einzelne Personen auf diese, in potentiell klaustrophobisch wirkenden Situationen, reagieren.

Union Pacific
Caroline Mesquita (*1989, lebt in Paris und der Bretagne), The Ballad, 2017, Video, Sound, 29 min 3 s
Mesquita tritt neben ihren Skulpturen maskiert als eine unzählige Menge von Charakteren in den verschiedensten Kostümen und mit diversem Make-Up auf. Sie fordert zwischen Zärtlichkeit und Gewalt, Liebe und Laster hin- und herschwingend, unser Verständnis von Identitätskonstruktion und -representation heraus.

Galerie Gregor Staiger
Shana Moulton (*1976, lebt in St.Barbara), Whispering Pines 10 (Episoden 1-3), 2018, Video, Ton, 15 min 16 s
Whispering Pines ist Moultons Video Sage, die sie seit 2002 entwickelt. Im Mittelpunkt steht Cynthia, Moultons Alter Ego, die einen häuslichen Raum bewohnt, der mit Gesundheits-Verbraucher- und New-Age-Wellness-Plastikprodukten übersät ist, die ganzheitliche Heilung und Selbstoptimierung versprechen. Das Szenarium adressiert unsere obsessive Suche nach perfekter Gesundheit und Geistesruhe, sowie unsere innere Unruhe und die Verbraucherherrschaft.

Piedras
Liv Schulman (*1985, lebt in Paris), Formal Economy, 2018, Performance
In der 30 Minuten langen Performance, in der Schulman eine lose, poetische Form des Sprachaktes praktiziert, erzählt sie mithilfe der Skulpturen, die sie umgeben, Geschichten über verschiedenste Formen informeller Ökonomien, die in emotionalen Leben zu verorten sind, und entwirrt die Querverbindungen zwischen informellen ‘Verschwörungen’ und umfangreichen formellen Ökonomien.

Madragoa
Buhlebezwe Siwani (*1987, lebt in Kapstadt und Amsterdam), AmaKhosi, 2018, 4K Video, Ton, 3 min 57 s
Siwani erforscht die Schnittpunkte zwischen dem Land, seiner Kolonisation und Verbindung zur Religion. Betrachter*innen observieren einen Tanz, der von den Anhängern der Shembe Kirche – Afrikas bekanntesten unabhängigen Kirche, die Elemente aus der Bibel integriert – geschaffen wurde. Gewaltige Zuckerrohrfelder stellen eine monumentale Hintergrundkulisse dar, die nicht zuletzt als Inbegriff problematischer Eingriffe – sowohl ökologischer als auch ökonomischer Art – durch Kolonisatoren steht.

ROH Projects
Arin Dwihartanto Sunaryo (*1978, lebt in Bandung), Ashfall #6, 2016, video, 7 min 31 s (looped)
Dieses Video ist Teil einer fortlaufenden Forschung über verschiedene indonesische Vulkane, die der Künstler 2013 mit dem Ausbruch des Merapis begann. Da jede Begegnung mit dem antiken Gebirge für den Künstler eine einzigartige Erfahrung ist, fängt er mit Ashfall#6  einen bestimmten Aspekt des Aschregens ein und gibt diesen mit kleinstmöglichen Interventionen in Bezug auf Farbe, Temperatur und Geschwindigkeit wieder.

MadeIn Gallery
Zheng Yuan (*1988, lebt in Beijing), A Brief History of China Northwest Airlines, 2018, Video, Ton, 27 min 44 s
Zheng Yuan erfasste die originalen und endgültigen Flugziele jedes einzelnen der durch die China Northwest Airlines (1992–2003) betriebenen Flugzeuge, und fügt das diffuse Archiv des Unternehmens zu einer parallelen Geschichtserzählung zusammen. Als gescheitertes Experiment staatliche Industrien zu privatisieren, zeigt die Arbeit des Künstlers wie der Luftraum des Landes durch Druck der Regierungspolitik geöffnet wurde.

Detailiertes Programm folgt Mitte Mai

Spike Forum

The Artist as X – Eine Gesprächsreihe in der Joinery über neue künstlerische Strategien, kuratiert von Spike Art Magazine

Alle Gespräche in Englisch

Dienstag 11. Juni, 18 Uhr
The (Failed) Autonomy of the Artist
Gäste: Ed Fornieles und Omsk Social Club, moderiert von Christian Kobald Rita Vitorelli

Im ersten Talk geht es um Künstler, die ihre eigenen ökonomischen Systeme erschaffen, um nicht nur von den Mechanismen des Kunstmarkts abhängig zu sein. Das führt zwar zu größerer Freiheit, doch gleichzeitig zu neuen Abhängigkeiten – von privaten oder öffentlichen Geldgebern, von anderen Märkten und deren Instabilitäten. Gibt es innovativere Finanzierungsmodelle als die bekannten, und wenn ja, wie wirkungsvoll sind diese? Welche nachhaltigen Strukturen können entwickelt werden, um unabhängige künstlerische Produktion möglich zu machen?

Ed Fornieles ist Künstler und lebt in London. Seine Arbeiten in unterschiedlichen Medien wie Installation, Skulptur, Film, Performance und Social Media drehen sich um Gesellschaft und Kultur im digitalen Zeitalter.

Omsk Social Club lebt und arbeitet in Berlin. OSC beobachtet und hinterfragt Vorstellungen von Selbst, Individuum und Gemeinschaft sowohl in Off- als auch in Online-Szenarien.

Christian Kobald ist Kurator und Redakteur von Spike.

Rita Vitorelli ist Künstlerin und Chefredakteurin von Spike.

 

Mittwoch 12. Juni, 19 Uhr
The Artist as Creative Director / The Creative Director as Artist
Gäste: Jeanne-Salomé Rochat, David Rudnick und Julian Zigerli, moderiert von Toke Lykkeberg

Welche Rolle nimmt der/die Künstler*in in unserer zeitgenössischen Unternehmenskultur ein, und – anders gefragt – was ist die Rolle des Künstlerischen in ihr? Welche politische Haltung drückt sich darin aus, als Künstler*in zu einer Corporate Culture zu gehören? Meist wird diese Haltung bewusst uneindeutig gehalten: kritisch und affirmativ zugleich. Doch wir brauchen neue und effektive Werkzeuge um zu verstehen, was in der Digitalen Platform Economy passiert, wohin es führen könnte und wie sehr es unsere gewohnten Leben zerstört.

Jeanne-Salomé Rochat ist Kreativdirektorin des Novembre Magazins.

David Rudnick ist ein Grafikdesigner aus London der in Gent lebt, wo derzeit sein Studio Terrain entsteht.

Julian Zigerli ist ein Zürcher Modedesigner. Das gleichnamige Label ist bekannt für seine enge Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus den verschiedensten Bereichen.

Toke Lykkeberg ist Kunstkritiker, Kurator und Direktor des Tranen Contemporary Art Center in Dänemark.

 

Donnerstag 13. Juni, 18 Uhr
Market Transformations
Gäste: Kei Kreutler und Elie Ayache, moderiert von Paul Feigelfeld

Was sind die Verflechtungen von Kunst, dem Kunstmarkt (als Paradigma aller Märkte) und den Technologien und Medien, die er nutzt und hervorbringt? Welche sozialen, politischen, ökonomischen oder mathematischen Werte gehen in die Gleichungen und Algorithmen ein, die künstlerische und kommerzielle Interaktionen bestimmen? Wo hört die Kunst auf, wo beginnt der Handel? In diesem Gespräch werden Technologie, Ökonomie und Kunst in einer posthumanen Gesamtperspektive beleuchtet.

Elie Ayache ist CEO des Finanzsoftwareunternehmens ITO 33 und Autor von Texten zu Philosophie der Kontingenz und zu Derivathandel, etwa „The Blank Swan: The End of Probability“ (2010) und „The Medium of Contingency: An Inverse View of the Market“ (2015).

Kei Kreutler ist Researcher, Designerin und Kreativdirektorin von Gnosis, einer Ethereum-Blockchain-basierten Prognose- und Informationsaggregationsplattform. Sie lebt in Berlin.

Paul Feigelfeld ist Kultur- und Medienwissenschaftler und Kurator. Derzeit unterrichtet er an der FHNW Basel und dem Strelka Institute Moskau Er ist Gastkurator der Vienna Biennale 2019 „Uncanny Values: Künstliche Intelligenz & Du“.

 

Freitag 14. Juni, 18 Uhr
Virtual Reality: Make, Show, Buy
Gäste: Sandra Nedvetskaia, Nina Roehrs und Jakob Kudsk Steensen, moderiert von Christian Kobald

Virtual Reality hat in den vergangenen Jahren die Kunstwelt geradezu erobert. Auch wenn sie noch am Anfang steht, hat die neue Technik enorme Investitionen und Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Damit verbunden stellen sich Fragen für diese neuen Kunstformen: Wie werden sie entwickelt, ausgestellt, gesammelt, gehandelt und konserviert? Wenn es keine weißen Wände und erklärende Texte mehr braucht, und der Besucher zum Avatar wird, beginnt sich die Abhängigkeit der Kunst vom White Cube aufzulösen.

Sandra Nedvetskaia ist Partnerin bei Khora Contemporary, der ersten Produktionsfirma, die sich der Produktion von VR-Kunst in Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Künstler*innen widmet.

Nina Roehrs ist Gründerin und CEO von Roehrs & Boetsch, einer Galerie in Zürich, deren Schwerpunkt auf Digitalisierung und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft liegt. 2019 eröffnete die Galerie die VR-Plattform CUBE.

Jakob Kudsk Steensen ist ein dänischer Künstler und lebt in New York. Seine Video- und VR-Arbeiten verbinden Phantasmagorie, Technik und Ökologie.

 

Samastag 15. Juni, 19 Uhr
Gallery & Artist: New Relations
Gäste: KJ Freeman, Jenny Borland, Nathaniel Monjaret, Simon Wang und weitere Gäste, moderiert von Chus Martínez

Die Kluft zwischen Arm und Reich ist so groß wie seit langem nicht mehr. Auch in der Kunst gibt es die 1% und alle anderen. Welche möglichen Überlebensmodelle gibt es für Künstler*innen: einen Job annehmen, ein Unternehmen gründen? Müssen sich die Aufgaben bzw. das Berufsbild von Galeristen*innen ändern? Welche Möglichkeiten gibt es, Kunst zu unterstützen, die nicht für den Markt bestimmt ist? Und was lernen wir von der Geschichte, das uns für heute von Nutzen sein könnte?

KJ Freeman ist Künstlerin, Eigentümerin und Direktorin von Housing, einer Galerie in New York. 

Jenny Borland ist Galeristin von Jenny's, einer Galerie aus Los Angeles die an der LISTE teilnimmt.

Nathaniel Monjaret leitet gemeinsam mit Bonny Poon die gleichnamige Galerie in Paris.

Alexander Shulan ist Galerist von Lomex, eine an der LISTE teilnehmende Galerie aus New York.

Simon Wang ist Gründer & Leiter des Antenna Space, Schanghai.

Chus Martínez ist Kuratorin und Leiterin des Instituts Kunst an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel.

 

Sonntag 16. Juni, 16 Uhr
You Are All You Need
Performance von Sandra Mujinga

In Sandra Mujingas You Are All You Need (2019) denken zwei Künstler*innen, die sich als Folge eines seismischen Ereignis aus der Öffentlichkeit zurückgezogen haben, über ihre Rückkehr nach. Die Performance dreht sich um fragile Selbstkonstruktionen, navigiert durch Unwägbarkeiten und geht der Frage nach, wie nicht-sichtbare Körper, auch wenn sie eine Plattform der Sichtbarkeit erhalten, in Gefahr sein können. Mujinga zieht Verbindungen zwischen der Struktur von Panels zu geologischen Ereignissen, hin zu Politiken der Repräsentation und Selbstbehauptung.

Sandra Mujinga ist eine interdisziplinäre Künstlerin, die in der Demokratischen Republik Kongo geboren wurde und derzeit in Berlin und Oslo lebt. Mithilfe von zeitgenössischen digitalen Technologien erforscht sie subjektive Erfahrung.

 

Wir bedanken und herzlichst bei allen Förderern des Spike Forums:

Kanton Basel-Stadt | Kultur

Migros Kulturprozent

Österreichisches Kulturforum Bern

Balima Stiftung

sowie weitere Stiftungen

Die Veranstaltungen Virtual Reality: Make, Show, Buy und Gallery & Artist: New Relations werden durch die Sammlung Olivier von Schulthess unterstützt.